© 2010 David Waschbüsch. All rights reserved. Der Gestiefelte Kater

Der Gestiefelte Kater —
Das Dyagnosis

Das Dyagnosis, die Geschichte des Gestiefel­ten Katers, dreimal neu erzählt, ent­frem­det sich auf allen Ebenen zusam­men mit den Prot­ag­on­isten bis zur völ­li­gen Dissoziation.

Das Dyagnosis; die Dia­gnose (griech­isch ????????, diágnose, wört­lich „die Durch­forschung“ im Sinne von „Unter­scheidung“, „Entscheidung“, aus ???-, dia-, „durch-“ und ?????, gnóse, „die Erken­nt­nis“, „das Urteil“) ist in der Psy­cho­lo­gie die genaue Zuord­nung von Befun­den, dia­gnostischen Zeichen oder Symp­to­men zu einem Krankheits­be­griff oder einer Symp­to­matik im Sinne eines Syndroms.

Im weit­eren Sinn han­delt es sich bei der Dia­gnose um die Klas­si­fiz­ier­ung von Phäno­menen zu einer Kat­egorie und deren Inter­pret­a­tion, etwa denen der Gesund­heit oder des Krank­seins. Das Dyagnosis – ein Titel ent­nom­men aus der let­zten Ver­sion des Gestiefel­ten Katers in diesem Buch – unter­sucht genau auf diese Art und Weise das Wesen eines Grimmschen Märchens und seiner Protagonisten.

Ent­ge­gen der ver­breit­eten Inter­pret­a­tion, die Märchen­botschaft laute: Man kann sein Leben in die Hand neh­men und es zum Pos­it­iven ver­ändern; inter­pretiert Der Gestiefelte Kater, Das Dyagnosis sprach­lich und visuell das Märchen als das düstere Ges­chehen, dass es ist: Die schizo­phrene Abspal­tung großer Teile der Psyche des Müller­sohns in Form eines gestiefel­ten Katers. Einer Per­son­i­f­iz­ier­ung, die fähig ist all jene unmensch­lichen, tierischen Dinge für das Erreichen höch­ster mater­i­al­istischer Ziele in einer kapit­al­istischen Ökonomie zu tun.











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